Erfolgreiches Netzwerktreffen – das „Bergfest“ des Kulturschul-Programms

Erfolgreiches Netzwerktreffen – das „Bergfest“ des Kulturschul-Programms

vergrößern Netzwerktreffen (Bild: Beissner)

Am 5. und 6. Juni 2014 fand das diesjährige Netzwerktreffen des Programms „Kulturschule Hamburg 2011 – 2018“ im HausDrei in Hamburg-Altona statt. Die zweitägige Veranstaltung markiert als „Bergfest“ den Abschluss der Implementierungsphase des Programms „Kulturschule Hamburg 2011 – 2014“ und den Übergang in die vierjährige Hauptphase. Teilgenommen haben Schulleiter, Lehrer der Kulturschulteams, Schüler der Kulturschulen, Vertreter der Kooperationspartner Schulbehörde und Kulturbehörde sowie Gäste und Unterstützer des Programms.

 

Nach der Begrüßung durch Petra Kochen, der Vorstandsvorsitzenden der Gabriele Fink Stiftung, dankte Schulsenator Ties Rabe allen Beteiligten für die erfolgreiche Zusammenarbeit in den vergangenen drei Jahren. Es folgte ein wegweisender Impulsvortrag des leitenden Programm-Beraters Paul Collard, danach stellten Schüler dem Senator und zwei Schulleitern der Kulturschulen Fragen u.a. zur Schule der Zukunft, zur Schülermitbestimmung und zur Entwicklung des Programms.

 

Im Anschluss führte die Tänzerin Dr. Friederike Lampert mit vielen „Freiwilligen“ ihr Bewegungsorchester „Vivaldi“ durch. Dann brachen alle Teilnehmer zu einem sog. „Inselrundgang“ auf – alle Schulen hatten im und vor dem Gebäude kleine „Inseln“ aufgebaut und präsentierten dort ihren Entwicklungsstand im Kulturschul-Prozess. Daneben inspirierten die „KulturLotsen“ Susanne Tod und Gesche Lundbeck die Teilnehmer mit verschiedenen Aktionen zum Mitmachen.

Archiv-Netzwerktreffen

 

Ein Höhepunkt des Netzwerktreffens war die Vorführung eines 50-minütigen Films von Skrollan Alwert, in dem die beteiligten Schulen gezeigt werden und Schulleiter, Lehrer, Schüler, Politiker und Berater mit eigenen Statements zu Wort kommen. Der Tag klang aus mit einem geselligen Beisammensein mit Speis´ und Trank, in dem sich die Teilnehmer über ihre Erfahrungen auf dem Weg zur Kulturschule austauschen konnten.

 

Der zweite Tag des Netzwerktreffens begann mit einem Impulsvortrag von Paul Collard zu dem schwierigen, aber wichtigen Thema „Qualitätssicherung in künstlerischen Projekten“. Dann stellte Sibylle Peters die Arbeit des Fundus-Theaters vor -  bundesweit eins der ersten Theater mit „Laborraum“, der ganz der Forschung gehört. Kinder, Künstler und Wissenschaftler untersuchen hier gemeinsam aktuelle gesellschaftliche Phänomene.

 

Darauf folgten zwei Workshops - Sven Asmus vom Hamburger Lehrerinstitut zum arbeitete zum Thema „Lernen mit Kunst und Kultur – auch in NAT und MINT-Fächern“, Sibylle Peters und Hanno Krieg führten die Workshop-Teilnehmer in die „Die Kunst des Messens“ ein.

 

Mit einer „Open Space“-Diskussion, die von der Projektleiterin des Programms „Kulturschule Hamburg“ Simone Rieckhof moderiert wurde, endete das inhaltsreiche und motivierende Netzwerktreffen 2014. Als die Teilnehmer am Nachmittag das HausDrei erschöpft, aber glücklich verließen, war man sich einig: Das Vertrauen aller Beteiligter untereinander ist gewachsen, die Kontakte zwischen den Kulturschulen sind zahlreicher und substantieller geworden, das Bewusstsein von der Notwendigkeit, Künstler in den Unterricht zu einzubeziehen und strukturelle Veränderungen des Lehrplans hin zu fächer- und jahrgangsübergreifendem Unterricht umzusetzen, ist gestiegen. Die Hauptphase des Programms kann beginnen!

Jürgen Beißner

1 / 1