Kooperation und Vernetzung hilft, Schule als Gemeinschaftsleistung zu verstehen

Kulturschulen gestalten ihren Entwicklungsprozess gemeinsam

Kooperation und Vernetzung hilft, Schule als Gemeinschaftsleistung zu verstehen

vergrößern Kooperation und Vernetzung (Bild: © Gabriele Fink Stiftung) Kulturschulen zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein hohes Maß an Beteiligung ermöglichen. Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern, pädagogisches und nicht-pädagogisches Personal, außerschulische Kooperationspartner bilden das Netzwerk, das in gemeinsamer Arbeit eine Kulturschule gestaltet. Diese Überzeugung entspringt aus dem Gedanken, dass multiprofessionelle Teams zielführender zusammenarbeiten. Die Expertise von Lehrerinnen und Lehrern und von Eltern, die Erfahrungen und Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern, nicht zuletzt auch die Fähigkeiten und Kenntnisse von nicht-pädagogischem Personal sind eine Ressource, die nicht ignoriert, sondern für den Gestaltungsprozess produktiv genutzt sein muss.

Kulturschaffende als Partner

Die Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden ist verpflichtender Baustein in dem Konzept der Kulturschulen. Schülerinnen und Schüler erleben Unterricht in anderer Form, gestalten ihren eigenen Prozess und entwickeln ein Gespür für künstlerische Praxis und Qualität. Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende im weitesten Sinne ergänzen die pädagogische Arbeit, sie ersetzen sie nicht. Um einen gelingenden Prozess von Zusammenarbeit zu gestalten, arbeiten Kulturschaffende und Pädagogen eng zusammen. Sie treffen Vereinbarungen über ihre Zusammenarbeitsstrukturen, sie konzipieren und konkretisieren gemeinsam Inhalte und Unterrichtsideen.

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Begegnungen auf Augenhöhe schaffen
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Kulturschulen begegnen sich auch untereinander

In dieser gleichberechtigten Form der Zusammenarbeit kann sich das Beste aus beiden Professionen optimal entwickeln. Schülerinnen und Schülern wird so eine Perspektiverweiterung ermöglicht: Schulische Lernorte werden durch außerschulische ergänzt, unmittelbare Erfahrungen und Fertigkeiten von künstlerisch-kreativer Arbeit werden sichtbar. Ein kommunikativer und ein inhaltlicher Austausch über den Gestaltungsprozess wie über die Produkte können in einem mehrdimensionalen Dialog zwischen Lehrerinnen und Lehrern, Künstlerinnen und Künstlern, Schülerinnen und Schüler erfolgen und ausgewertet werden.