Geschichten von Licht und Schatten

Im Sommer 2011 meldete sich die „Galerie der Zukunft“ bei der Heinrich –Wolgast – Schule mit einer sehr interessanten Offerte: Wir möchten Euch erleuchten!

Geschichten von Licht und Schatten

  vergrößern Bild 2 (Bild: Heinrich-Wolgast-Schule)

Dass wir da als Kulturschule mit dem Profil  Kultur der Stille HELLhörig wurden, versteht sich von selbst. Ein Lichtprojekt? Was passt besser als LICHT! Sehen, schauen, wahrnehmen  -  eben nicht reden. Nicht laut verhandeln, sondern sehen und hinsehen!

Nach ersten Gesprächen mit der „Galerie der Zukunft“ war schnell klar, dass sich hier eine kreative Schule und ein außerschulischer Kooperationspartner gefunden hatten.

Nach dem großen Kunstüberall- Projekt wählten wir dieses Mal einen etwas kleineren Rahmen. Eine Klasse pro Jahrgang: 4 Klassen – 4 KünstlerInnen.

Die KünstlerInnen stellten sich vor und die interessierten Klassen durften wählen. Schnell standen die Partnerschaften fest.

Über einen Zeitraum von sechs Wochen experimentierten Katrin Bethge, Claudia Wissmann und die Künstlergruppe Hüx‘l  mit den Kindern auf sehr  unterschiedliche Weise.

Katrin Bethge (Hamburg) ist bekannt für ihre großformatigen Live-Performances mit Overhead-Projektoren auf Gebäude, Brücken, Hafenkräne. Die Kinder der  vierten Klasse illustrierten mit ihr eigene "Licht-Geschichten". Aus Wasser, Öl, Honig, Glas oder Stoff zauberten sie kräftige Bilder, die zum Abschluss auf der Fassade der Schule zu bewundern waren.

Claudia Wissmann (Hannover) stellte die Wahrnehmung von Dunkelheit und Licht in den Mittelpunkt ihrer Arbeit, als sie mit einer zweiten und einer dritten Klasse Schattenspiele mit Kerze, Taschenlampen und Projektoren durchführte. Sie zauberte mit den Kindern live Bilder auf die Glasfassade der Paula.

Die Künstlergruppe Hüx'l (Hamburg/Kassel) entwickelte mit einer ersten Klasse ein "Labor" aus Wegwerf- und Verpackungsmaterialien, in dem es auch noch leuchtete. Mit ihrem humorvollen Blick auf das Thema "Forschung" ermöglichten sie den Kindern einen fantastischen Experimentierraum, fernab vom gängigen Unterricht. Themen wie „Wie entsteht ein Blitz?“ wurden in dem Labor untersucht und mit Liedern, Bildern und kleinen Performances erklärt.

Am Nachmittag des 13. Dezember 2012, einem Donnerstag, wurde die Schule im wahrsten Sinne des Wortes zum "Lichten Ort". Alle Beteiligten präsentierten, was sie erforscht, gebaut und geschaffen hatten. Auf einem eigens entwickelten Lichtparcours konnten die Besucher selbst mit Licht experimentieren oder sich an Installationen freuen. Dieses Angebot wurde von einer (noch zu kleinen) Schulöffentlichkeit und vielen Menschen aus dem Stadtteil St.Georg wahrgenommen.

 

Carsten Beleites und Bettina Thelen-Schäffer

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