Graffitis an Lärmschutzwänden in Rahlstedt

In Rahlstedt gestalteten das KulturWerk und der Verein Lärmschutz die grauen Schallschutzwände im  Bereich des Bahnhofs.

Graffitis an Lärmschutzwänden in Rahlstedt

vergrößern Logo-sts-ars-kulturschule (Bild: BSB)

Bunte Bauzäune, die von Kindergartengruppen oder Grundschulklassen bemalt wurden, gehören in der Stadt zum Alltagsbild. Wilde Graffitis hingegen sind für Eigentümer von Schutzwänden häufig ein kostspieliges Ärgernis.

In Rahlstedt planten das KulturWerk und der Verein Lärmschutz, die grauen Schallschutzwände mit Genehmigung der Bahn im Bereich des Bahnhofs gestalten zu lassen. Herr Schmidt vom Lärmschutzverein wandte sich vor den Sommerferien an die Kultur- und Stadtteilschule Altrahlstedt mit der Bitte um die künstlerische Gestaltung der Wände thematisiert auf den Wochenmarkt und Rahlstedter Wahrzeichen. Kein Pädagoge und Kunsterzieher könnte solch ein Angebot ablehnen.

Wie erwartet machten sich die Teilnehmer aus den Kunstkursen von Frau Heiligtag (Kl. 12 der Stadtteilschulen Altrahlstedt und Oldenfelde) und Frau Montag (KL. 9/10 der STS Altrahlstedt) voller Begeisterung an die Skizzierung der riesigen Graffitis. In der Woche vom 19. bis 21. September sprayten die Jugendlichen hochmotiviert und gutgelaunt bei jedem Wetter ihre Bilder. Dabei erhielten sie professionelle Unterstützung durch den Hamburger Spray-Künstler Davis Nebel, Dozent der Hip Hop Academy

Die Wochenmarktsymbole am Doberaner Weg wurden in drei Tagen vollendet. Die Jugendlichen aus der SEK II waren am Schrankenweg bei der Gestaltung ihres großen Kunstwerkes, Rahlstedter Motive in ein Gesamtbild zu setzen, in der gesamten Woche von morgens bis nachmittags beschäftigt.

Beide Kurse genossen täglich die Anerkennung von Passanten und hatten nette Anekdoten zu berichten. Recht früh am ersten Tag fielen die Zwölftklässler am Schrankenweg zwei Polizeibeamten auf, die wissen wollten, warum sich eine Gruppe Jugendlicher an der Lärmschutzwand malerisch betätigte. Ein Anruf genügte, um die Genehmigung bestätigen und die jugendlichen Sprayer in ihrer Arbeit fortfahren zu lassen. Eine begeisterte Anwohnerin vom Doberaner Weg freute sich außerordentlich, nun nicht mehr auf eine graue Wand starren zu müssen. Sie besuchte die jungen Künstler, verwöhnte sie mit Zuwendungen und nahm selbst eine Spraydose in die Hand.Herr Schmidt betonte bei der feierlichen Einweihung vor Schülern, Lehrern und geladenen Gästen aus Kultur und Politik, dass die hervorragende Gestaltung der Graffitis durchaus ein Nachfolgeprojekt verlange. Durch seine täglichen Besuche vermittelte er den Schülerinnen und Schülern sein Interesse, seine Begeisterung und seine Wertschätzung für ihre Arbeit.

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