Referenzen

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Die Kultusministerkonferenz hat am 01.02.2007 die „Empfehlung der Kultusministerkonferenz zur kulturellen Kinder- und Jugendbildung" (PDF 29 KB) verabschiedet, die auch für die Entwicklung des Konzeptes „Kulturschule Hamburg 2011-2014 Bedeutung hatte:

Kultusministerkonferenz zum Thema „Kulturelle Bildung“


Die Schulen können der kulturellen Bildung wertvolle Impulse geben, wenn sie ihr Unterrichtsangebot durch die Zusammenarbeit mit Akteuren und Räumen der kulturellen Kreativität außerhalb von Schule ergänzen - wobei an Unterrichtseinheiten in Ateliers, Museen, Theatern, mit Orchestern, Bands oder Tonstudios, Bibliotheken oder Baudenkmälern ebenso zu denken ist wie umgekehrt an die Einbeziehung von Angeboten Kulturschaffender in den Schulen.

Potentiale, welche die Curricula für eine Integration von Kultur in all ihren Spielarten bieten, können durch eine Vernetzung mit externen Kulturträgern nachhaltiger ausgeschöpft werden. Die Kultusminister wollen ihren Beitrag dazu leisten, dass Schulen zunehmend in die Lage versetzt werden, die entsprechenden Ressourcen bereitzustellen.

Für die quantitative und qualitative Ausweitung der kulturellen Angebote in Schulen - auch und gerade jenseits des Pflichtunterrichts - bieten alle Formen der Öffnung von Schule gute Ansätze und sollten deshalb weiter entwickelt werden. Die Einführung der (offenen) Ganztagsschule bietet zusätzliche Möglichkeiten zur Erweiterung des Handlungsspielraums der Schule. Insgesamt kann der Stellenwert der musischen Fächer (z.B. Bildende Kunst, Darstellendes Spiel, Musik) gestärkt werden.

Kulturelle Bildung kann Schulen somit eine neue Orientierung geben. (vgl. Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur kulturellen Kinder- und Jugendbildung, 1.2.2007, S. 3)



Resolution der 70. Hauptversammlung der deutschen UNESCO-Kommission am 25. Juni 2010 
Auszüge (Quelle: http://www.unesco.de/reshv70.html)


Die Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.

  1. begrüßt die Entwicklungsziele1 der "Seoul Agenda" der UNESCO-Weltkonferenz "Arts in Society – Education for Creativity" vom 28. Mai 2010 zur Weiterentwicklung kultureller Bildung und lädt Bund, Länder und Kommunen sowie Fachkräfte, Stiftungen, Verbände, NGOs, Bildungs- und Kultureinrichtungen ein, diese zu berücksichtigen;

  2. begrüßt die Entscheidung der Kultusministerkonferenz vom 4. März 2010, "Kulturelle/musisch-ästhetische Bildung im Lebenslauf" zum Schwerpunktthema des Bildungsberichts 2012 zu machen, und damit eine gesicherte Datenbasis zu formellen wie zu informellen Bildungswelten von der frühkindlichen Bildung bis ins Seniorenalter zu schaffen, Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen und auf die Bedeutung kultureller Bildung für die Persönlichkeitsentwicklung und für die Gesellschaft hinzuweisen;

  3. unterstützt den Vorschlag der Bundesweiten Koalition für Kulturelle Vielfalt (VIII. Konsultation, Hamburg, 19./20. Mai 2010), ein Konzept für einen mehrjährigen bundesweiten Modellversuch zur Erprobung unterschiedlicher Formate kultureller Bildung im Kontext von Inter- und Transkulturalität in allen Bereichen der Bildung zu entwickeln und diesen zu initiieren, um Qualitätsstandards in diesem Bereich zu erreichen sowie die Netzwerke der Akteure zu öffnen und weiterzuentwickeln:

[…]

1 Die folgenden drei Ziele stellen den Kern der "Seoul Agenda" dar:
1. Sicherstellung der Verfügbarkeit kultureller Bildung als grundlegendem und nachhaltigem Bestandteil von Bildung;
2. Sicherstellung der hohen Qualität von Aktivitäten und Programmen im Rahmen der kulturellen Bildung, deren Konzeption und Vermittlung;
3. Prinzipien und Praktiken der kulturellen Bildung sollen verstärkt dazu beitragen, die sozialen Aufgaben und kulturellen Herausforderungen überall auf der Welt zu bewältigen.


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