ALL FROM THE INSIDE

„Gebärdensprache inclusive“ – Eine Performance am Ernst-Deutsch-Theater

ALL FROM THE INSIDE

vergrößern ALL FROM THE INSIDE-02 (Bild: Elbschule Hamburg) Der Eröffnungsabend des Plattform-Festivals im Ernst-Deutsch-Theater am 20. Februar 2013 war für 8 Schülerinnen und Schüler der Elbschule ein ganz besonderer Tag! Neben vier anderen Jugendgruppen präsentierten sie an diesem Abend ihre Performance „ALL FROM THE INSIDE“ (Leitung: Susanne Tod, Eyk Kauly) und brachten auf diese Weise dem Publikum ihre Lebenswelt ein wenig näher.

Doch der Tag begann für uns Beteiligte schon weit vorher. Wir mussten bereits um 12.30 Uhr im Theater sein, um uns für die Probe vorzubereiten und wurden sehr freundlich von der Theaterpädagogin des EDT empfangen, die uns unsere Garderobe zeigte und uns den Tagesablauf erklärte. Um 13 Uhr begann die Probe mit einer Ablaufbesprechung und technischen Einrichtung. Es mussten Positionen geklärt und Scheinwerfer eingerichtet werden – für die Darsteller eine Geduldsprobe, denn es heißt für sie in erster Linie: Warten! Doch anschließend konnte es endlich losgehen. Wir probten den Ablauf mehrmals und freuten uns darüber, endlich auf der großen Bühne zu stehen. So bekamen wir einen Vorgeschmack von der Aufführung am Abend.

Nach der Probe hatten wir Pause, um noch einmal abzuschalten, bevor es dann um 19 Uhr mit der Vorbereitung für den Auftritt losging: Umziehen, Haare glätten, schminken usw. Da gibt es schon einiges zu tun. Und dann hieß es wieder: Warten! Warten auf den großen Moment: Der Inspizient rief uns schließlich als dritte Gruppe zur Aufführung, und plötzlich ging alles ganz schnell: Bühne einrichten und los! Zehn wunderbare Minuten, für die es viel Applaus gab!

Bereits vor der Aufführung und in der Pause konnte sich das Publikum Fotos ansehen, die im Laufe des Projekts entstanden sind, und sich über die Elbschule informieren. Drei Schüler – gut zu erkennen an den türkisen T-Shirts – verteilten das Fingeralphabet in Postkartengröße an die Theaterbesucher und übten mit Interessierten die einzelnen Handformen. Kinder und Erwachsene konnten  mit Fingeralphabet-Stempeln Wörter drucken– auf bunten Papierstreifen oder als Tattoo! Sie  hatten Spaß an kleinen Gebärdensprachübungen und wurden von Mark, Ricco und Jonas freundlich motiviert.

Interessant: Die  hörenden Zuschauer waren in der Pause nach unserem Auftritt deutlich mutiger in der Kommunikation mit den gehörlosen Schülern. Sie sparten auch nicht mit Lob für die DarstellerInnen, die nach ihrem Auftritt ins Foyer kamen.

Ein großartiger Theaterabend!     

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